Carola Spiekermann und Astrid Peter stehen für aufBegehren: In der feministischen Bildungsarbeit beschäftigt sich die eine mit weiblicher Aggressivität und die andere mit sexualisierter Gewalt im Mädchen- und Frauenleben.

Seit wir vor Jahren wesentliche Berührungspunkte in unseren Bildungsinteressen erkannten, geben wir einander Impulse bei der Suche nach Zusammenhängen von sexueller Gewalterfahrung und Aggressionsentwicklung und finden auf diesem Wege ein AufBegehren als Kraft, Sehnsucht und sinnenfreudige Lebendigkeit.

Eine Auseinandersetzung mit (verletzter) Sexualität und (verdeckter) Aggressivität weist auf Potentiale im weiblichen Lebenszusammenhang, zu deren Ausschöpfung wir beitragen wollen.

Auch legen wir großen Wert darauf, das Leben von Frauen und Mädchen und weibliche Beziehungen in ihrer Vielfalt, Kreativität und Gestaltungsfreude sichtbar zu machen.

"Ärger ist eine Quelle der Stärke und wir sollten uns nicht scheuen, Kraft aus ihr zu schöpfen statt Schuldgefühle. Wenn wir Ärger, Zorn und Wut nicht zulassen, lassen wir auch keine Einsicht zu. (...) Ich habe mich bemüht zu lernen, wieviel Nutzen mein Ärger für mich hat und wo seine Grenzen liegen."

Audre Lorde, 1934-1992