Unsere Arbeit beruht auf

  • der Erfahrung, dass Frauen über sehr viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten von aggressiven Impulsen verfügen als ihnen oft bewusst ist;
  • der Überzeugung, dass unser Leben an Lebendigkeit, Lebens- und Beziehungsqualität gewinnt, wenn wir unsere aggressiven Potentiale kennen und ihnen auf konstruktive oder nicht-destruktive Weise Ausdruck verleihen;
  • der Absicht, deutlich werden zu lassen, dass ein ernsthafter und ehrlicher Ausdruck von Aggression ein Beitrag zum Abbau von Gewalt sein kann;
  • dem Wunsch, Frauen zu ermutigen, lustvoll Macht- und Verantwortungspositionen einzunehmen, um damit ihr Leben und ihre gesellschaftliche Teilhabe auf eigene Weise zu gestalten.

Wir verfolgen die Ziele

  • Mädchen und Frauen einen Raum zu eröffnen, ihre aggressiven Impulse zu erkennen und als wichtiges "Alarmsignal" für wahr zu halten;
  • den dazugehörigen Angst-, Schuld- und Schamgefühlen sowie deren Wirkungen auf das eigene Verhalten auf die Schliche zu kommen;
  • sie dabei zu unterstützen, diese für die Verwirklichung eigener Interessen zu nutzen;
  • Ärger und Zorn als kraftvolle Energien erfahrbar zu machen, die einen wesentlichen Antrieb für Veränderungen sowie für innere und äußere "Bewegungen" darstellen;
  • eine Auseinandersetzung mit dem eigenen und dem erfahrenen zerstörerischen Potential in aggressiven Gefühlen zu ermöglichen;
  • eine Unterscheidung zwischen "destruktivem", "nicht-destruktivem" und "konstruktivem" Aggressionsausdruck zu finden;
  • einen persönlichen wie professionellen Umgang mit Gefühlen von Wut und Zorn, dem Erleben von Macht und Ohnmacht in einzelnen Lebens- und Arbeitsfeldern zu beleuchten.

"Das Wesen der Erziehung - es handle sich um Kinder oder Erwachsene, um Individuen oder ein Volk, oder auch um einen selbst - besteht darin, dass sie seelische Antriebe zum Handeln hervorruft."

Simone Weil, 1909-1943